Unser Festkalender orientiert sich am antiken attischen Kalender. Dieser Kalender richtet sich sowohl nach den lunaren als auch nach den solaren Zyklen und verbindet somit zwei Prinzipien, die sich oft nur schwer unter einen Hut bringen lassen. Dies bedeutet aber auch, dass der Kalender größeren Schwankungen unterliegt als der gregorianische (den wir gewohnt sind) so zum Beispiel indem das Jahr ab und zu ein zusätzliches Monat hat. Die Monate richten sich tatsächlich nach dem Mond indem sie stets nach Neumond beginnen. Um genau zu sein an dem Tag, an dem man die erste feine Sichel des neuen Mondes am Himmel sehen kann. Für uns besonders ungewohnt ist das Prinzip, dass der neue Tag bei Sonnenuntergang beginnt, weshalb wir Mitternacht als Tagesbeginn bei unserem Kalender beibehalten haben. Zur weiteren Vereinfachung beginnt unser Monat so stets um Mitternacht nach dem Neumond-Ereignis (komplette Mondverdunkelung). Somit sind die Monate konstant 29 oder 30 Tage lang. Das komplette Jahr richtet sich sinnvoller Weise nach dem Sonnenjahr. In der griechischen Antike begann das Jahr am ersten „Neumond“ (siehe Monatsbeginn) nach der Sommersonnenwende. In dieser Zeit beginnt in Griechenland die sommerliche Dürreperiode, nachdem zuvor die Ernte abgeschlossen wurde. Da es sich hier unter anderem um ein agrarisches Ereignis handelt, welches in unseren Breitengraden in dieser Form nicht statt findet, haben wir kurzerhand den Jahresbeginn zur Wintersonnenwende hin verlegt und feiern zu dieser Zeit auch die Geburt der neuen Sonne an „Heliou Genethlion“, was für Mitteleuropa wesentlich besser passt und nicht so willkürlich erscheint. Wie
man sieht, richten wir uns nicht sturheil nach dem griechischen Vorbild,
sondern nehmen
Veränderungen und Vereinfachungen vor,
wo es für uns sinnvoll und richtig ist. Wir verzichten auch größtenteils
auf die Einteilung in Olympiaden (4-Jahres-Zyklen) und andere größere
Zyklen, obwohl dies in der Antike durchaus üblich war und sich
auch gewisse Feste nach ihnen richteten (bekanntestes Beispiel sind
die olympischen Spiele, die auch heutzutage nur alle 4 Jahre statt
finden, allerdings sonst kaum mehr etwas mit den religiösen Spielen
der Antike zu tun haben). |