Spieletipp:
Blitz und Donner |
Das Spiel „Blitz
und Donner“ von Kosmos ist ein Kartenspiel für zwei
Personen ab einem Alter von 12 (Packungsangabe). Vor Jahren gekauft,
schlummerte das Spiel nach einer ersten Durchsicht der Anleitung
erst einmal ziemlich lange im Schrank. Das einfach klingende Spielziel
wird nämlich durch kompliziert anmutende Regeln ergänzt.
Die hübschen Darstellungen aus der griechischen Mythologie,
welche die Karten zierten, verleiteten mich dann aber doch wieder
einmal dazu „Blitz und Donner“ hervor zu graben. |
![]() |
An
diesem Punkt schlüpfen die Spieler in die Rolle des göttlichen
Paares und versuchen durch das Ausspielen ganzer Heerscharen verschiedenster
Persönlichkeiten unserer Mythologie - darunter unter anderem
Apoll, Poseidon, Artemis, Dionysos, die Zentauren und die Amazonen
und einige andere - den jeweiligen Gefangenen zu befreien und das
Spiel somit für sich zu entscheiden.
Gespielt wird mit jeweils 43 Karten, ein grünes Deck für den Zeusspieler und ein violettes für den Hera-Spieler. Dazu kommen noch ein Zeus- und ein Hera-Spielstein, der zum Schutz eingesetzt werden kann. Die Karten werden im Laufe des Spieles von jedem Spieler gegenüberliegend in maximal 3 Reihen zu höchstens vier Karten hintereinander verdeckt ausgelegt. Durch das gegenseitige Herausfordern mit den vordersten, den Karten der ersten Gruppe, versucht man nun die Gefangenenkarte des Gegners aufzuspüren, gleichzeitig aber auch die eigene durch entsprechende Karten unauffällig zu schützen. Wer an der Reihe ist hat aber auch noch andere Möglichkeiten als die Herausforderung, so kann er auch eine Karte vom Stapel ziehen, eine Karte auslegen oder eine mythische Karte einsetzen. In jedem Fall muss der Spieler aber seine Aktionspunkte verbrauchen, deren Anzahl von der Zahl seiner ausgelegten Reihen, also 1 bis 3, abhängt. Das Ausspielen der Götterkarte beschert übrigens sofort 4 Aktionspunkte. Wer keine Karte ausliegen hat, sobald er an der Reihe ist, der hat keine Aktionspunkte und somit sofort verloren. Ebenso ergeht es dem, der seine Aktionspunkte nicht verbrauchen kann. Wie man sieht hängt das Spielende nicht zwangsläufig mit |
dem Auffinden
der gesuchten Gefangenen zusammen, auch wenn dies das eigentliche
Ziel des Spieles ist. Aus hellenistischer Sicht ist die Umsetzung unserer Mythen und das Bild, das wieder einmal von den höchsten Göttern entworfen wird, eher zweifelhaft, dafür schmückt sich das Spiel aber mit hübschen Zeichnungen und ruft die eine oder andere mythologische Gestalt in Erinnerung, mit der man vielleicht nicht besonders vertraut ist. Letztendlich ist aber „Blitz und Donner“ auch nur ein Spiel, und über dessen Qualität sollte man vor allem nach dem Grad seiner Herausforderung und dem Spaß entscheiden, den man beim Spielen hat. Persönlich finde ich es zwar ganz nett, aber so recht überzeugen konnte es mich nicht und wenn ich nach anderen Rezensionen gehe, welche ich zu dem Spiel finden konnte, scheint es anderen Spielern ähnlich zu gehen. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, welche dazu führten, dass es vom Verlag nicht mehr vertrieben wird. Zumindest konnte ich es weder bei Kosmos noch im Angebot von Amazon finden. |
![]() ![]() |
| Copyright by Sandra Mauler (Sassa) |
Diese
Seite gehört zu "KHAIRE
- Hellenismos in Österreich"
|