So war's: Römerfest in der Augusta Raurica 2008

Nachdem wir das Römerfest bereits im Vorjahr besucht hatten (siehe auch „Römerfest in der Augusta Raurica 2007“), zog es uns auch heuer noch einmal in die Schweiz.

Nach einer Ansicht des aktuellen Programms und Lageplans verzichteten wir darauf das Gelände des Römerfestes vorab zu erkunden. Wir waren ziemlich sicher, dass es kaum große Unterschiede zum vergangenen Jahr geben würde abgesehen von einem etwas ausgedünnten Programm, von welchem wir uns erhofften entgangene Highlights des Vorjahres wie z.B. die Gladiatorenshow diesmal nachholen zu können. Der Samstagmorgen fing auch vergleichsweise entspannt an und wir schafften es diesmal sogar wie geplant rechtzeitig am Festgelände einzutreffen. Dort erwartete uns erst einmal ein Schock: das wunderschöne rekonstruierte Theater verschwand praktisch vollständig hinter einem gerüstartigen Tribünenaufbau, der ihm gegenüber gestellt worden war. Dazu waren die Eingänge ins Theater gesperrt und nur über die moderne Tribüne möglich, was von vorneherein die Mitnahme des Kinderwagens wegen der Treppen ausschloss. So da standen wir nun: unser grobes Programm (mit Carmina Burana, Gladiatorenshow und alle anderen Veranstaltungspunkte, welche im Theater stattfanden) fiel komplett aus. Nachdem der erste Ärger überwunden war, verschwanden Programmheft und Lageplan im hintersten Winkel des Rucksackes ohne noch eines weiteres Mal zur Hand genommen zu werden.
Von da an machten wir uns ein im Wesentlichen sehr entspanntes und schönes Römerfest und legten den Schwerpunkt darauf, dass Kilian all jene angebotenen Workshops und Kinderstationen mitmachen konnte, die ihn interessierten. Neben dem Ponyreiten, bastelte er unter anderem mit mir gemeinsam einen Lederbeutel für Münzen, eine Ziegel mit seinem Namen und bemalte ein Stück Holz mit Farben, die bereits die Römer kannten und für ihre Wandmalereien und auch Skulpturen bereits einsetzten. Zu Mittag verzichteten wir lieber auf den berühmten „Idefix Caldus“ (=Hot Dog) in seinen verschiedenen Variationen und blieben lieber bei Brot, Käse, Trauben und Feigen, wie es vermutlich auch den Römern geschmeckt hätte. Das Wetter war übrigens wieder ausgezeichnet sommerlich. In der ärgsten Mittagshitze, die ich „Alpenbewohnerin“ einfach nicht gewöhnt bin, verwendete ich meine orangefarbene Palla zusätzlich zum Strohhut sogar als Sonnenschutz. Immerhin hatte ich sie mir nach unseren Erfahrungen des letzten Jahres genau zu diesem Zweck überhaupt erst angefertigt. Überhaupt litt die Authentizität unserer Gewandungen in erster Linie am Sonnenschutz, denn Brillen, Leder- und Strohhut sowie modernes Basecap wollen sich einfach nicht in die antike Ausstattung einfügen.

Da wir uns diesmal besser informiert hatten überraschte uns das im Vergleich zum Vorjahr noch frühere Ende des Marktbetriebes, bereits um 17 Uhr kaum. Nach wie vor finden wir dies aber überaus schade, da es sicherlich lohnend wäre einen abendlichen oder nächtlichen Marktplatz zur Verfügung zu haben und einige Veranstaltungen anzubieten, wenn sich der Tag endlich wieder abkühlt. Das Fest bleibt uns auch diesmal positiv in Erinnerung, allerdings werden wir es in den kommenden Jahren vermutlich sobald nicht mehr besuchen und stattdessen vergleichbare Veranstaltungen an anderen Orten (z.B. in Deutschland) als Reiseziele ins Auge fassen.


Dieses Mal haben wir unsere persönliche Zeitreise in die Antike übrigens gleich von vorneherein mit einem mehrtägigen Familienurlaub verbunden, der unter anderem den Besuch der Skulpturhalle Basel, der auch für Kinder überaus empfehlenswerten Basler Papiermühle, dem Botanischen Garten, einem kleinen Stadtrundgang vom Spalentor über den Marktplatz mit dem faszinierenden Rathaus bis hin zum Barfüsserplatz und ganz in der Nähe dem Tinguely-Brunnen, einen Besuch im Tiergarten von Basel und außerdem eine Erkundung der Eremitage in Arlesheim einschloss. Diese abwechslungsreiche Zusammenstellung hat uns viele verschiedene Eindrücke mit nach Hause nehmen lassen und war die Reise in jedem Fall wert. Für die Neugierigen hier noch ein paar gemischte Bilder unseres Urlaubs.

Unser Schweizaufenthalt 2008

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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