Basteltipp: Schellenband und Rasseln

Was man auf jedem Mittelaltermarkt erstehen kann und vielen Kindern Spaß macht, ist ein Schellenband. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um ein Arm- bzw. Fußband an welchem Glöckchen befestigt sind. Dieses lässt sich leicht selbst basteln.

Man benötigt einfach beliebig viel Lederschnur, am besten vom laufenden Meter in einem Bastel- oder Kurzwarengeschäft. Es darf ruhig etwas dicker und stabil sein, damit es nicht so schnell durchscheuert. Dazu vier oder fünf Schellen pro Bändchen. Diese kann man einzeln in verschiedenen Größen und unterschiedlicher Klangqualität ebenfalls im Bastelbedarf kaufen. Man zwei jeweils etwa 1,5 Meter lange Lederbänder schneidet, zusammenfasst und gemeinsam halbiert. Zur Stabilität kann man sie einmal verknoten, sodass noch eine Schlaufe stehen bleibt. Die Bänder befestigt man am besten mit einer Sicherheitsnadel an einer Unterlage, sodass man schön gerade einen viersträhnigen Zopf flechten kann. In regelmäßigem Abstand werden dann die einzelnen Schellen eingeflochten. Mit einem fixierenden Knoten schließt man nach der gewünschten Länge wieder ab und lässt von den Bändchen etwa 8 bis 10 Zentimeter stehen. Diese können dann durch die Schleife geführt und am Fuß- oder Handgelenk zugebunden werden.
Diese Schellenbänder erzeugen am Fuß getragen beim Gehen einen schönen Klang im Rhythmus der Schritte und sind daher z.B. besonders gut für Prozessionen und Umzüge anlässlich der Anthesterien geeignet.

Flechten eines SchellenbandesSchellenband, das um das Fußgelenk gebunden ist

Wer den Klang der Stimme noch mit weiteren Instrumenten verstärken möchte, kann sich binnen kürzester Zeit ein ganzes Ensemble an Rasselinstrumenten bauen. Zum Beispiel kann man eine leere Getränkedose (besonders gut eignen sich aufgrund ihrer schlanken Form die Dosen von Energydrinks) sauber gewaschen und ausgetrocknet, eventuell etwas „verknautscht“ mit Bohnen, Linsen, Reis oder Holzperlen füllen und mit Klebeband fest verschließen. Diese Roh-Rassel wird am Besten durch einen Pappmacheüberzug und etwas Plakafarbe noch ansprechender gestaltet. Eine abschließende Lackierung verhindert, dass sich Farbe löst und dann an Kleidung oder Kinderhänden wieder findet.
Aus einem Rundholz (zum Halten) und drei quadratischen Balsaholzplättchen mit je zwei Durchbohrungen an einer Kante kann in kürzester Zeit eine einfache Klapper gebunden werden. Mehrere durchbohrte Kronkorken oder alte Knöpfe locker auf einen Draht gefädelt und so zwischen eine kleine Astgabel gespannt bilden eine weitere Rassel. Natürlich dürfen alle Instrumente nach Lust und Laune, am besten von den Kindern selbst bemalt, beklebt und auf andere Weise verziert werden. Besonders schöne Exemplare sind auch einmal ein nettes Mitbringsel zur Faschingsparty des Mitschülers.

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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