Vasenmalerei

Die Griechen der Antike sind noch heute berühmt für ihre Vasenmalereien. Viele dieser kunstvoll bemalten Gefäße, die meist gar keine Vasen sind, helfen auch heute noch aufgrund der auf ihnen abgebildeten Motive mehr über die religiösen Riten, Mythen und das Alltagsleben im Alten Griechenland zu erfahren, als dies nur durch das schriftliche Quellmaterial möglich wäre.

Man unterscheidet unterschiedliche Stile der Vasenmalerei, nach ihren wichtigsten Merkmalen und ihrer Entstehungszeit:
- Geometrische Vasenmalerei (10.-7. Jahrhundert v.Z.): Wie der Name schon vermuten lässt, wurden die Gefäße vor allem mit geometrischen Mustern bemalt, welche sich mit der Zeit zu den verschiedenen Mäanderformen und sogar bis zu friesartigen Darstellungen von Kriegergespannen und dergleichen weiter entwickelten. Diese wurden zumeist mit schwarzer Farbe auf den hellen Vasengrund aufgebracht.
- Schwarzfigurige Vasenmalerei (6.-5. Jahrhundert v.Z.): Die figürlichen Darstellungen von mythologischen und anderen Begebenheiten nahm in dieser Periode zu. Die Figuren wurden dabei als schwarze Silhouetten auf die helle Vase gesetzt. Details innerhalb dieser Figuren wurden durch Ausritzen feiner Linie aus der dunklen Farbe erzeugt. Ein Beispiel könnt ihr auf dieser Seite von Wikipedia finden.
- Rotfigurige Vasenmalerei: 5.-3. Jahrhundert v.Z. Bei diesem Stil kehrte sich die Farbigkeit der Darstellungen um. Die Vasen wurden sozusagen negativ bemalt, also die Hintergrundfläche durch Aufbringen einen Schwärzung. Dadurch entstehen die Figuren als Aussparungen in der rötlichen Farbe des Tons. Details innerhalb dieser Figuren wurden mit der schwarzen Farbe in feinen Linien gezeichnet. Das sieht dann so aus wie folgendes Beispiel von Wikipedia.

Es ist gar nicht so einfach komplexe Motive oder gar figürliche Darstellungen auf die gewölbten Keramikgefäße aufzumalen, aber es macht auch schon Kindern Spass, sich an Pinsel und Farbe zu versuchen. Dazu verwendet man am besten kleine, interessant geformte Blumenübertöpfe oder Vasen aus Terrakotta (manchmal kann man im Blumenhandel besonders schöne und ausgefallene Formen ergattern). Mit Bleistift kann man darauf Vorzeichnungen aufbringen, welche dann mit Plakalack - oder für die mutigen auch Porzellanfarbe- ausgemalt werden. Vielleicht lässt sich so ja ein ganz individuelles Opfergefäß oder ein anderer nützlicher Gegenstand herstellen.


Kleinere Kinder sollten aber vielleicht lieber mit papierenen Vasen beginnen. Einfach mit einem schwarzen Faserstift die Umrisse einer beliebigen Vasenform auf Papier zeichnen und diese dann von dem Kind ausmalen lassen. Wer möchte darf auch gerne auf meine Malvorlagen (Abb.1-3) zurückgreifen. Ein Klick auf die kleine Darstellung öffnet ein neues Fenster mit der Originalgrafik. Diese kann man dann per Rechtsklick über das Pop-up-Menü direkt ausdrucken oder auf den eigenen Rechner speichern. Unser Sohn hat uns mittlerweile schon eine halbe Galerie solcher Vasen gemalt.


  Amphore   Vase   Henkelkrug

 

Abb.1 Amphore

Abb.2 Vase

Abb.3 Henkelkrug

 

Wer genug davon hat selbst zu malen, der kann zwischendurch zur Unterhaltung auch mal „Der kleine Grieche“ (ISBN978-3-8000-5347-6), ein „Lese-Biene“-Buch für die Lesestufe 3 aus dem Ueberreuter-Verlag zur Hand nehmen. Fünf in sich abgeschlossene Kapitel erzählen von Pedros, dem neunjährigen Griechen, der anstatt zu turnen viel lieber für seinen Vater Vasen bemalt.

Oder wie wäre es mit einem Fachbuch zum Thema „Griechische Vasenmalerei“? Hier eine kleine Liste aus dem Angebot von Amazon.de

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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