Blumenkranz aus Seidenpapier 
Dem Blumenkranz als Kopfbedeckung kommt im Hellenismos eine besondere Bedeutung zu. Mit ein wenig Geschick und Geduld lassen sich aus gesammelten Blumen und Blättern die verschiedensten Kränze selbst herstellen. Mit Kindern ist es manchmal günstiger eine etwas robustere Variante zu wählen, die am nächsten Tag nicht sofort verdorrt und welk ist. Und vielleicht gefällt es den Kindern ja selbst aus Seidenpapier Blüten zu rollen und zu einem Kranz zu binden.


Material: (Abb.1)
Seidenpapier in weiß (oder anderen Farben)
grünes Papier
stabiler Draht für den Kranz
Bindedraht
ca. 50cm Seidenband

Für eine Blüte benötigt man einen Kreis aus weißem oder buntem Seidenpapier. Die Größe kann nach Wunsch gewählt werden. Wir haben uns hier für einen Durchmesser von etwa 10 Zentimeter entschieden. Am besten man nimmt einen Streifen mit der entsprechenden Breite und faltet ihn ziehharmonikaartig jeweils quadratisch um. Mit einer Kreisschablone oder auch mit freiem Auge schneidet man nun daraus einen Kreis (bzw. mehr-

 
blumenkranz aus seidenpapier

ere Kreise auf einmal) aus. Für die Blüte faltet man den Kreis mehrmals halb zusammen (Abb.2), bis man nur mehr ein Kreissegment vor sich liegen hat. Von diesem schneidet man nun etwa das untere Drittel ab (Abb.3). Wieder auseinander gefaltet sollte man nun einen Ring haben (Abb.4). Diesen schneidet man nun an irgendeiner Stelle auf (Abb.5). Nun rollte man den entstandenen Streifen „tütenartig“ locker auf (Abb.6) und fixiert die so entstandene Blüte mit ein wenig Bindedraht. Für eine fülligere Blüte kann man auch einen zweiten solchen Seidenpapierstreifen vielleicht in einer anderen Farbe herum wickeln. Der Draht sollte 5-8 Zentimeter noch von der Blüte abstehen, dann kann man sie später gleich mit diesem Drahtstück festbinden.
Aus grünem Papier kann man dazu passend Blattformen ausschneiden (evt. wieder mehrere auf einmal aus einem „Ziehharmonika-Streifen“) (Abb.7). Rollt man diese einmal nicht zu fest über einem Bleistift ein und wieder aus, so erhalten sie auch eine natürlich wirkende Wölbung (Abb.8).
Für einen fülligen Kranz sollte man in etwa 25-30 Blüten und gleich viele Blätter vorbereiten. Bei weniger Blüten sollte man entsprechend mehr Blätter verwenden, oder man macht gar nur einen „Lorbeerkranz“, ganz ohne Blüten.
Nun schneidet man vom festeren Draht ein Stück ab, welches etwas länger, als der Kopfumfang des Kindes ist. Am besten man biegt diesen Draht gleich schon zu einer Kreisform und umwickelt ihn einmal mit grünem Seidenpapier, damit die später mit Draht befestigten Blüten besser halten. Nun nimmt man ein Blatt zur Hand, formt daraus ein Schiffchen, in das man eine Blüte einbindet (Abb.9). Man beginnt den Kranz dann indem man von der Mitte aus diese „Blüten-Schiffchen“ am Draht befestigt (Abb.10), bis man den „Trägerdraht“ nicht mehr sieht und auch die Bindestellen von Papierblättern und –blüten bedeckt sind. Nun legt man den Kranz am Kopf des Kindes an und verdreht die offenen Drahtenden miteinander, sodass der Kranz bequem aber nicht zu locker sitzt. Er sollte auch wieder leicht ab zu nehmen sein und keinesfalls dürfen irgendwelche offenen Drahtenden auf den Kopf drücken. Das verzwirbelte Stück kann dann noch mit einer Schleife aus dem Seidenband verdeckt werden, dann weiß man auch immer, wo beim Kranz „Hinten“ ist.

Blumenkranz: Arbeitsschritte 1-5

Blumenkranz: Arbeitsschritte 6-10

Ein solcher Kranz ist angenehm leicht zu tragen, kann mehrmals verwendet werden und sieht auch an der Wand aufgehängt durchaus hübsch aus. Man sollte aber vermeiden mit dem Kranz in einen Regenschauer zu kommen, da die Farbe des Seidenpapiers von Wasser schnell mal ausgewaschen werden kann. Es lohnt sich auch mit den Materialien zu experimentieren. Aus Goldfolie lässt sich zum Beispiel ein nur aus Blättern bestehender „Siegerkranz“ für den Gewinner eines Wettbewerbs anfertigen. Vielleicht kann man auch alte Zeitschriften zu einem Blütenkranz verbasteln, anstatt sie einfach weg zu werfen. Noch etwas mehr Haltbarkeit erhält man, wenn man anstelle von Seidenpapier leichte Baumwollstoffe verwendet. Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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