Basteltipp: Diorama
Ein Diorama (gr. „ich sehe hindurch“, bzw. „ich durchschaue“) ist einfach ein Schaukasten in dem eine Szene dargestellt wird. Die bei uns so beliebten Fasten- und Weihnachtskrippen, sind sozusagen auch religiöse Dioramen, welche Szenen aus dem Leben Jesu darstellen. Als Motive für unsere Dioramen wählen wir natürlich Szenen aus unserer eigenen Mythologie. Die Möglichkeiten Schaukästen und -kistchen zu erstellen sind schier unzählig. Von möglichst naturnahen Schnitzereien über Pappfiguren bis hin zu Playmobilfiguren, können alle möglichen verschiedenen Darsteller unsere Mythendioramen bevölkern. Diese können nur für eine gewisse Zeit in einem Bücherregal unserer Kinder aufgestellt werden, bevor die Lego-Männchen vielleicht wieder in die Spielzeugkiste zurück kehren oder als „kleine Welten“ im Schuhkarton dauerhaft aufbewahrt und immer wieder hervor geholt werden. In diesem Basteltipp möchte ich euch zeigen, wie man
ein einfaches Schuhkarton-Diorama anfertigt. Als Motiv habe ich in diesem Fall keine bestimmte Szene gewählt, sondern ein „Bild des Olymp“.

Material:
1 Schuhkarton
Wellpappe (z.B. alte Kartons)
Stabile, durchsichtige Folie
Tapetenkleister
Zeitungspapier, Seidenpapier
Weißes Papier
Plakafarben und evt. Buntstifte
Ausgedruckte Figurenvorlagen
Steine, Äste, Moos
 
diorama

Das hier gezeigte Diorama besitzt einen Klappdeckel, in den ich vorne ein großes Fenster zum Reinschauen und oben eine Öffnung für das Licht geschnitten habe. Man kann aber auch einen normalen Schuhkarton ohne Deckel nehmen, den man aufstellt und oben eine Lichtöffnung hinein schneidet. Oder man lässt die Oberseite ganz offen, damit man auch einen guten Blick auf die Szene hat, selbst wenn man nicht genau davor steht.

Diorama: Arbeitsschritte 1-5

Diorama: Arbeitsschritte 6-10

Bevor man sich an die Figuren macht, sollte man sich die geplante Ausgestaltung grob skizzieren und den Hintergrund gestalten. Besonders gut eignet sich ein heller Hintergrund (1). Für Außenszenen empfehle ich eine hellblaue Grundierung auf die mit einem Schwamm weiße Wolken als Himmel (2) gestupft werden (die Decke nicht vergessen!). Auch Bäume im Hintergrund können gut mit dieser Stupftechnik, die übrigens auch schon relativ kleine Kinder durchführen können, gestaltet werden. Aus kleinen Schachteln baut man grobe Geländestufen, die man gegebenenfalls mittels Pappmache etwas realistischer und fließender ausformt (3). Den Boden am Besten mit Plakafarbe grundieren und eventuell mit Seidenpapierschnipseln in der passenden Farbe wie bei Pappmache bekleben (4+5).

Die gewünschten Figurenvorlagen (öffnen und mittels rechtem Mausklick auf den eigenen Rechner laden) ausdrucken und am besten mit Sprühkleber auf Pappe aufziehen. Diese können dann mit Buntstiften von Kindern bemalt und anschließend ausgeschnitten werden (6). Für jede Figur zur Fixierung einen Klebefuss aus Pappe an der Rückseite befestigen (7), mit welchem diese dann an der richtigen Stelle in den Schaukasten geklebt werden (8+9). Schwebende und fliegende Figuren am besten mit einem Nylonfaden von der Decke des Kastens abhängen. Idealerweise sollten die Figuren parallel zum Zuschauer in verschiedenen Ebenen im Diorama platziert werden, damit eine entsprechende Tiefenwirkung der Szene entsteht, wenn man von vorne hinein schaut.
Die restliche Szene kann nun mit Steinen, Ästen und beliebigen Materialien zusätzlich ausgestaltet werden (10). Für eine comicartige Variante des Dioramas, kann man noch Sprechblasen aus Pappkarton mit entsprechendem Text an den Puppen ankleben.

Zuletzt klebt man die Folie von innen als „Fensterscheiben“ gegen die Öffnungen und bemalt die Außenseite des Kartons in einer beliebigen Farbe. Man kann auch einen passenden Text oder eine Beschreibung der Szene auf die Rückwand des Dioramas schreiben oder kleben.

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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