| Spielidee: Opfer für Apollon |
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Religion muss nicht immer der pure Ernst sein,
insbesondere nicht, wenn es sich um Kinder dreht. Vor einigen Jahren
habe ich einmal im Internet den Entwurf eines Fangspieles für
Kinder etwa im Volksschulalter gefunden, welches mir in dieser
Hinsicht recht gut gefiel. Leider kenne ich die Quelle nicht, aber
sollte mir jemand diese angeben können, würde ich mich über
die Information natürlich sehr freuen. Ich gebe hier frei
wieder, wie das Spiel in etwa abläuft, auch wenn ich selbst
es bislang nicht erproben konnte.
Das Spiel ist für eine größere Gruppe - ab zirka 9 Kindern - z.B. im Rahmen eines Geburtstags geeignet und man benötigt in erster Linie ein entsprechendes Gelände (idealer weise mit einigen Bäumen), wo die Kinder sich gegenseitig fangen können. Im
Rahmen des Spielverlaufes haben die Beteiligten unterschiedliche
Rollen welche Nymphen, Waldtiere und Jäger umfassen. Der
Spielleiter selbst erscheint als Apollon und greift als solcher
immer wieder in den Spielverlauf ein. Vor
Beginn des Spieles werden die Rollen verteilt, wobei mindestens
die Hälfte aller Kinder als Waldtiere beginnen sollte,
der überwiegende Rest als Jäger und ein oder zwei
Kinder als Nymphen. Jedes Kind bekommt ein entsprechendes Merkmal
und der Spielleiter teilt den einzelnen Gruppen gesondert ihre
Aufgaben mit: Während des Spieles können Nymphen zu Apollon kommen, freiwillig ihre Rolle aufgeben und sich in normale Sterbliche verwandeln lassen. Als solche erhalten sie von Apollon wieder den Auftrag zur Jagd und werden somit selbst zu Jägern. Als Gott steht es Apollon natürlich frei auch Jäger auf ihren Wunsch hin in Nymphen zu verwandeln. Selbstverständlich muss der Spielleiter das jeweilige Kind bei einer Verwandlung über dessen neue Aufgabe informieren. Durch die regulierende Hand des Leiters ist dem Spiel kein vorbestimmtes Ende gesetzt, jedoch sollte dieser irgendwann, wenn er es für angebracht hält, das Ende herbeiführen indem er zuerst seine Jäger und dann alle anderen Kinder zu sich ruft. Er erklärt ihnen, dass er gerade die Sinnlosigkeit dieser Jagd erkannt hat. Ihm ist klar geworden, dass er die Menschen in den heiligen Hain seiner Schwester Artemis geschickt hat weshalb es zu diesen vielen Verwandlungen gekommen ist. Da er aber kein Interesse daran hat mit ihr zu streiten verzichtet er auf die gefangenen Opfertiere und zieht davon. |
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