Basteln und Backen für Heliou Genethlion
Für das Sonnenfest Heliou Genethlion ist die Sonne mit Sicherheit das am nahe liegendste Symbol und ein Ideales immer wiederkehrendes Motiv für die Dekoration. Wir verwenden bevorzugt eine zwölfstrahlige Sonne, da die Zahl Zwölf gleichzeitig auch für den Dodekatheon steht, also für alle zwölf olympischen Götter.
Im Bastelbedarf kann man zum Beispiel Motivstanzer für Papier in Form einer zwölfstrahligen, gedrehten Sonne kaufen (gibt es in mehreren Größen). Mein Sohn liebt es, damit kleine Sonnen aus Papier auszustanzen. So verwenden wir zum Beispiel viele kleine Goldene Sonnen als Streudekoration für den Tisch. Man kann damit aber auch Geschenkanhänger, Grußkarten und vieles mehr verzieren.
Aber auch ganz normale Stempel mit Sonnenmotiv eignen sich ausgezeichnet um allerlei Karten und Papier zu bedrucken. Besonders hübsch ist übrigens jene Variante bei der man mit einem durchsichtigen Farbgrund stempelt, welcher mit speziellen metallischen Kügelchen (beides ist im Bastelbedarf erhältlich) bestreut und dann über einer warmen Herdplatte an das Motiv angeschmolzen wird. Dadurch erhält der metallische Stempelabdruck eine interessante Oberflächenstruktur.

Für das Fenster habe ich mit unserem Sohn folgende Sonnen gebastelt (rechte Abb.). Man benötigt dazu Tonpapier oder farbigen Karton (vorzugsweise in einem warmen Gelb- oder Goldton), Transparentpapier, Seidenpapier in verschiedenen Farben sowie Bleistift, Schere und einen Klebestift.
Grundsätzlich kann man jedes Motiv, das einem einfällt mit dieser Methode umsetzen, aber wer möchte kann sich auch einfach hier unsere Sonne als Schablone herunter laden (Klick auf die kleine Darstellung öffnet ein neues Fenster mit der Originalgrafik. Diese kann man dann per rechtem Mausklick

Sonne für das Fenster
Sonnenschablone
über das Pop-up-Menü einfach auf den eigenen Rechner speichern. Von den Maßen her, sollte sich die Sonne einfach auf DinA4 ausdrucken lassen). Nun überträgt man das komplette Motiv auf das Tonpapier und die äußeren Umrisse auf das Transparentpapier. Beide Sonnen ausschneiden und beim Tonpapier auch noch das Innenteil heraus schneiden. Nun können auch schon kleinere Kinder behilflich sein, indem sie Schnipsel aus den verschiedenen Seidenpapieren reißen. Immer ein Stück des Transparent-papiersternes mit Kleber einstreichen und mit den Seidenpapierschnipseln bekleben. Gut
Schablone

trocknen lassen und mit der Transparentpapierseite auf die Tonkartonsonne kleben. Nun braucht man die Sonne nur noch mit Klebestreifen am Fenster zu befestigen.

Wenn man dieselbe Schablone einfach verkleinert, kann man sie auch für andere Dekorationen verwenden, zum Beispiel um aus goldfarbenem Verzierwachs eine Sonne auszuschneiden, welche man dann auf eine Stumpenkerze presst. Das wäre zum Beispiel eine hübsche Gestaltungsidee für die „Heliou Genethlion“-Kerze, die zur Nachtwache entzündet wird.
Man könnte dieses Motiv aber auch dazu verwenden um z.B. kleine Trinkgläser mit Glasfarbe oder Windowcolor zu bemalen und mit etwas Dekorsand und einem Teelicht oder einer kleinen Stumpenkerze befüllt zu Windlichtern umzuwandeln (Vorsicht: unbedingt vorher testen, ob das Glas die große Temperatur des brennenden Teelichtes überhaupt aushält ohne zu zerspringen!).

Als Dekoration für den Baum oder Strauch sind neben farbenfrohen Kugeln mitunter auch Strohsterne eine wunderschöne und traditionelle Alternative. Man kann diese auch selbst herstellen. Und mit ein wenig Geschick hat man binnen kürzester Zeit eine ganze Sammlung von zwölfstrahligen Sternen bzw. Sonnen, die man auch auf Karten geklebt oder als Geschenkanhänger verwenden kann.

Auch in der Küche lässt sich das Sonnensymbol leicht einsetzen, so kann man zum Beispiel Lebkuchen mit einer halben kandierten Kirsche und Strahlen aus Mandelstiften belegen oder man spritzt aus Zucker- oder Schokoladenglasur Sonnen auf Torten, Muffins und flache Kekse. Außerdem kann man natürlich auch Keksausstecher in Sonnenform verwenden zum Beispiel für Gewürzsonnen (siehe Rezept „Gewürzkekse“) oder auch um Sonnen aus Käse, Wurst, Schinken, Pumpernickel oder Scheiben von Gemüse auszustechen. Letztere Variante ist auch eine hübsche Dekorationsmöglichkeit für eine kalte Platte zum gemeinsamen „Heliou Genethlion“-Frühstück am Morgen des 25. Dezembers.

Unter den Früchten sind für uns Orangen eindeutig die „sonnigsten“ von allen, weshalb wir diese und ihren Duft auch besonders gerne in der Zeit um die Feiertage genießen. Mit Nelken gespickt sind sie eine wunderschöne Dekoration und verbreiten gleichzeitig auch einen angenehm frischen Geruch im Raum. Ansonsten ist es auch sehr angenehm wenn man das Aromalämpchen immer mal wieder mit ein wenig Orangenöl füllt. Getrocknete Orangenscheiben sind mit verschiedenen Gewürzen (z.B. Zimtstangen, Nelken, Sternanis usw.) eine hübsche, winterliche Dekorationsmöglichkeit z.B. für Trockengestecke oder Kerzenständer.
Auch für den leiblichen Genuss sind die leckeren Zitrusfrüchte (und alle ihre Verwandten) besonders interessant (siehe auch Rezepte „Orangenplätzchen“, „Orangenmarmelade“ und „Orangenpunsch“) und das Vitamin C (vor allem in frischen Früchten und frisch gepresstem Saft), das sie uns liefern hilft zugleich auch unsere Abwehrkräfte für die kalte Jahreszeit zu stärken.

Copyright by Sandra Mauler (Sassa)

 
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