| Der Gott Apollon |
Apollon
ist vor allem der Gott der Orakel, der Musik und Dichtkunst, der
Krankheit und Heilung, des Bogenschießens und der Jagd, seine "umfassende
Kompetenz [erstreckt sich] aber auf nahezu alle Bereiche göttlichen
Waltens", ist im Kleinen Pauly zu lesen . Er wurde meist als
schöner, bartloser Jüngling dargestellt, seine Attribute
sind der Lorbeerkranz, die Leier, Bogen und Pfeile, sowie der Rabe. "Wie
soll ich dich preisen, der du selbst ganz Lobpreis bist?" fragt
schon der Dichter der Homerischen Hymne,und so frage auch ich. Die
vielen Mythen nach zu erzählen scheint mir zu wenig, um seiner
Größe und Herrlichkeit gerecht zu werden. |
und seine Art ist die Sophrosyne, der Gleichmut. Nichts bleibt ihm verborgen, und so kann er auch im Orakel darüber sprechen, als Sprachrohr seines Vaters. Er gab den Sieben Weisen Griechenlands die Worte ein, die als "Delphische Maximen" überliefert sind, und den Grundstock der griechischen Ethik bilden. Alle Götter, so heißt es, springen von ihren Sitzen auf, wenn Apollon im Rat der Götter erscheint: seine Meinung gilt also sehr viel bei ihnen, sie haben den größten Respekt vor ihm. Die
Herkunft seines Namens ist ungewiss, es wurden viele Deutungsversuche
aus indoeuropäischen und kleinasiatischen Sprachen unternommen.
Interessant scheint mir in diesem Zusammenhang auch zu sein, dass
die Römer, die für alle anderen griechischen Götter
andere, lateinische Namen hatten, Apollo(n) nicht umbenannten. Scheint
hier der indoeuropäische Ursprung durch, der auch durch die
mythische Verbindung des Gottes mit dem Land Hyperborea, "hinter
dem Nordwind", ausgedrückt wird (südostl. Mitteleuropa?
woher auch die Dorier nach Griechenland eingewandert sein könnten)?
Die vermuteten Bedeutungen des Namens decken das Spektrum seines
Wirkens ab: "Unheilabwehrer", "Glänzender", "das
Auge" (=Sonne), "der Rufer /Prophet", "der Kräftige
/ Helfende", bis hin zu "Vernichter" (Apollon sendet
auch Epidemien, ja Pandemien, wie er sie auch zu heilen vermag – welch
göttlicher Harmoniegedanke dahinter stecken mag, entzieht sich
wohl menschlichem Verständnis). Seine Macht, Schaden abzuwehren, drückt sich v.a. in Festen wie den Thargelien aus, und in diesem apotropäischen Brauchtum sieht man auch gut die logische Folge Schadensabwehr – Heilung – Reinheit – Mantik. Sein heiliger Tag ist der siebente des Monats oder der Woche, wir verehren ihn am Sonntag, wobei wir ihm Hymnen und Opfer von Weihrauch dar bringen. So lautet die Homerische Hymne Nr.21: "Phoibos, über
dich singt sogar der Schwan, wenn er seine Schwingen ausbreitet, So
sei gegrüßt, Herr, |
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