Andere Religionen erklärt

Als ziemlich kleine Glaubensgruppe ist es nur natürlich, dass unsere Kinder im Alltag häufig mit den Angehörigen anderer Religionen zusammen treffen. Es kann daher sinnvoll oder notwendig werden, dass wir ihnen zumindest ansatzweise erklären können, woran zum Beispiel in den verschiedenen Weltreligionen geglaubt wird und was diese Religionen von unserer eigenen unterscheidet. Gut, das klingt doch einfach, oder? Leider ist es das aber wirklich nicht, denn es setzt vorraus, dass wir nicht nur fest und zentriert in unserem eigenen Glauben stehen, sondern auch noch das Wesen, die Entwicklung und die Kerninhalte der anderen Religionen kennen und verstehen. Schlußendlich gilt es dann noch dieses Wissen kindgerecht umzu-setzen, damit auch unsere Kinder ein Verständnis für die jeweilige Religion und dessen Anhänger entwickeln können, und zwar über die Aufzählung von Schlagwörtern und Allgemeinplätzen hinaus, wie es leider teilweise im Religionsunterricht erfolgt.
Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leser Texte, Links oder eventuell Buchempfehlungen zur Verfügung stellen möchte, dazu bin ich jederzeit über E-Mail erreichbar.

Bislang gibt es folgende Texte:


Judentum:

(Kategorie derzeit noch leer)

Christentum:

Katholiken, Protestanten, Orthodoxe Christen, Zeugen Jehovas, Mormonen

Islam:

(Kategorie derzeit noch leer)

Hinduismus:

(Kategorie derzeit noch leer)

Buddhismus:

(Kategorie derzeit noch leer)


Neues Heidentum :


Wicca, neue Hexen, Asatru

Sonstige religiöse Ansichten:

Agnostiker, Atheisten, Pantheisten, Panentheisten, Synkretisten, ...

Buchempfehlungen:

für Erwachsene, für Kinder


Linktipps
:


(Kategorie derzeit noch leer)

 

 

 

Judentum

???
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Christentum

Die meisten von uns haben es mit einem überwiegend christlichen Umfeld zu tun. Wir Eltern sind wohl zumeist in christlichen Familien aufgewachsen, selbst wenn es sich nur um Taufscheinchristen handelt. Auch heute umgeben uns viele Menschen, die sich teilweise gar nicht vorstellen können, dass jemand einen anderen Glauben hat. In Kindergarten und (Volks-)Schule ist es teilweise ganz normal, dass morgens zum "lieben Gott" gebetet wird und immer wieder gemeinsame Gottesdienst statt finden. So wird, ohne gegenteilige Informationen, wohl zuerst angenommen, dass auch unsere Kinder - egal ob wir nun selbst Angehörige der Kirche sind - zu "christlichen Werten" erzogen wird. Und wenn das Kind die Hände nicht zum Gebet zu falten weiß, wird wohl eher vermutet, dass den Eltern Religion egal ist, denn dass sie einer anderen, mit anderen Gepflogenheiten, angehören könnten. So werden unsere Kinder schnell mit dem "lieben Gott" konfrontiert. Wie erklären wir ihnen, woran diese Leute alle (angeblich) glauben?

> nach oben <

 

Katholiken
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

Protestanten
 
Die evangelischen Kirchen bieten unter diesem Link eine Kinderseite an.

> nach oben <

 

Orthodoxe Christen
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Islam

???
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Hinduismus

???
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Buddhismus

???
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Neues Heidentum

Wicca
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

 

Agnostizismus, Atheismus und Co.

Agnostizismus
 

Der Agnostiker geht in erster Linie davon aus, dass die Existenz höherer Wesen wie Götter o.ä., grundsätzlich nicht zu klären oder für sein Leben sogar irrelevant ist. Er lehnt das Vorhandensein eines oder mehrerer Götter nicht ab, aber er geht eben davon aus, dass er dieses nicht mit Sicherheit wissen kann.
Beim Agnostizismus handelt es sich daher eher um eine philosophische Anschauung, als um eine Religion. Jemand kann auch Anhänger eines Glaubens sein und auf agnostische Art und Weise erklären, dass er zwar glaubt, aber weiß, dass er diesen Glauben nicht auf seine Richtigkeit überprüfen kann. Eine solche Ansicht ist meist hilfreich um anderen Religionen, sofern sie sich ansonsten ausschließen würden, eine Existenzberechtigung ein zu räumen.
Bereits in der Antike gab es Agnostiker, die uns auch heute aufgrund ihrer Werke bekannt sind, darunter Anaxagoras und Protagoras. Viele bekennende Agnostiker sind heute als Religionskritiker oder Philosophen bekannt.

Für Kinder:
"Agnostiker (ja, es ist ein schwieriges Wort), sind Menschen, die davon ausgehen, dass man nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es Götter gibt oder nicht."

> nach oben <

 

Atheismus
 

Atheisten sind Menschen, welche entweder nicht an Götter (Gott) glauben oder daran glauben, dass es diese(n) nicht gibt, wobei es sich hierbei tatsächlich um einen kleinen aber feinen Unterschied handelt. Der griechische Begriff atheos (=ungöttlich, gottlos, wider des Göttlichen) wurde bereits in der Antike verwendet. So wurden zum Beispiel die Anhänger monotheistischer Glaubensrichtungen seitens der polytheistischen Systeme als Atheisten bezeichnet, da sie sich offensichtlich der Erkenntnis verschlossen, dass die Welt voller Götter (und nicht nur eines einzigen) waren.
Ursprünglich handelte es sich dabei also eher um eine negative Bezeichnung für "Ungläubige". Heute ist der Begiff des Atheismus allerdings eher wertneutral zu sehen und steht in der Philosophie, dem Theismus (= Überzeugung, dass es ein - oder mehrere - höheres Wesen gibt, welches gleichzeitig immanent und transzentent als Schöpfer und beständig regulierende Kraft der Welt wirkt) entgegen. Darüber hinaus gibt es einige Leute die sich freiwillig und bewußt dafür entscheiden, sich als Atheisten zu bezeichnen.

Derzeit werden verschiedene Formen des Atheismus unterschieden. Dazu zählen unter anderem:

  • Pragmatischer Atheismus: Er behauptet, dass eine Erklärung der Welt auch ohne die Annahme von Göttern auskomme.
  • Postulatorischer Atheismus: Dieser meist von Wissenschaftlern selbst vertretene Atheismus geht davon aus, zunächst einmal Götter aus dem System der Erkenntnisse (ergo Wissenschaft) herauszulassen, also keine Götter zu postulieren im Gegensatz zur Theologie.
  • Atheismus auf der Basis des Theodizeeproblems: Dieser geht davon aus, dass das Übel der Welt nicht mit der Existenz eines oder mehrer allmächtiger Götter vereinbar ist, wodurch eben diese Existenz ausgeschlossen ist.
  • Rationalistischer Atheismus: Diese Form des Atheismus geht davon aus, dass nur das existieren kann, was durch die menschliche Vernunft grundsätzlich erkenn- und erfahrbar ist.
  • "Beweislast": Der Atheist geht von der Auffassung aus, dass es keine ausreichenden Gründe gibt um an die Existenz eines oder mehrerer göttlicher Wesen zu glauben.

Besonders im Zeitalter der Aufklärung fanden sich vermehrt Atheisten, häufig in Verbindung mit Antiklerikalismus (=Ablehnung der besitzenden Geistlichkeit). Die Kirche insbesondere aufgrund der Verhaltensweisen ihrer Würdenträger beinahe schon als Beweis für die Nichtexistenz des gepredigten Gottes verstanden.

Für Kinder:
"Atheisten sind Menschen, die nicht an Götter glauben oder sogar davon überzeugt sind, dass es überhaupt keine Götter gibt."

> nach oben <

 

Pantheismus
 

Man bezeichnet den Pantheismus auch als Allgottglaube, da ein Pantheist davon ausgeht, dass Gott bzw. das Göttliche in allen Erscheinungen der Welt sichtbar ist. Im schwachen Pantheismus gilt, wie es auf ähnliche Art und Weise auch im Hellenismos betrachtet wird, dass die Welt voll des Göttlichen ist. Der starke Pantheismus sieht hingegen den gesamten Kosmos als dem Göttlichen selbst gleichbedeutend. Die Göttlichkeit, nach Ansicht des Pantheisten, stellt aber keine personifizierte Wesenheit sondern vielmehr das Gewebe dar, aus welchem die von uns erfahrbare Welt besteht.
Häufig liegen im Ansatz pantheistische Vorstellungen auch den Strömungen des neuen Heidentums zugrunde.

Für Kinder:
"Pantheisten glauben, dass alles auf der Welt, also Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen usw., göttlich bzw. beseelt ist. Beseelt heißt, eine Seele zu besitzen, also einen Teil, den man zwar weder sehen noch angreifen, riechen, hören oder schmecken kann, der aber besonders und wertvoll ist."

> nach oben <

 

Panentheismus
 
(noch zu ergänzen)

> nach oben <

 

Synkretismus
 

Unter Synkretismus versteht man die gleichzeitige Ausübung von Praktiken zweier oder mehrerer Glaubenssysteme. Es handelt sich folglich um eine Vermischung unterschiedlicher religiöser und philosophischer Ideen, was natürlich nur dann möglich ist, wenn die einzelnen Teilaspekte keinen Absolutheitsanspruch stellen.
Positionen in den heutigen Religionswissenschaften betrachten ein gewisses Maß an Synkretismus als weit verbreitetes Phänomen, da dies eine naheliegende Folge des Umgangs mit Fremdheit oder Neuem ist. Diesem Vorgang wird daher umgangssprachlich oft eine gewisse "Natürlichkeit" unterstellt. Monotheistische Religionen grenzen sich von synkretistischen Tendenzen in der Regel stärker ab als Religionen, deren innere Struktur ohnehin eine gewissen Pluralismus und eine Widersprüchlichkeit aufweist. Erkenntnistheoretisch ist natürlich weder ein synkretistisches noch ein dogmatisches System naheliegender.
Wohl auch als Folge unserer globalisierten Welt und des Informationszeitalters nimmt der Synkretismus als Basis persönlicher Spritualität immer stärker zu. Insbesondere in Kreisen des neuen Heidentums, welches kaum organisiert ist, gehört es fast schon zum guten Ton, dass der Einzelne sich sein persönliches Glaubenssystem wie ein Mosaik aus den Bestandteilen mehrerer Religionen und philosophischer Strömungen zusammen setzt. Neben vorchristlichen Systemen und Panthei werden häufig östliche Philosophien und Strömungen der Esoterik integriert. Dieser eklektizistische Zugang zum Glauben wird häufig von Vertretern traditioneller Religionen auch als "Patschwork-Religionen" oder "Supermarkt der Weltanschauungen" bezeichnet.

Für Kinder:
"Synkretisten gehen davon aus, dass alle Religionen einen Teil der Wirklichkeit beschreiben, einfach aus einem anderen Blickwinkel. Und weil sie das glauben ist es für sie kein Problem z. B. an den christlichen Gott zu glauben, Magie zu betreiben und auch zu anderen Göttern zu beten."

> nach oben <

 

 

Buchempfehlungen

Für Erwachsene
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <

 

Für Kinder
 
"Was glaubst du denn?" von Daniela Both und Bela Bingel, erschienen im Ökotopia-Verlag.
Wie so oft stellt auch dieses Buch in erster Linie die großen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus) vor. Nach einander kommen die einzelnen an die Reihe, immer begleitet durch eine Geschichte von Jasna und ihrem wunderbaren Stein, der sie zu Freunde und Regionen anders Gläubiger bringt. Jedes Kapitel beginnt mit allgemeinen Informationen, welche in erster Linie dazu dienen Eltern, Erziehern und älteren Kinder die grundlegenden Informationen über Entstehung und Inhalte einer Religion zu vermitteln. Darauf folgen Spielideen und Rezepte, die sich im weitesten Sinne auf die Religionen beziehen.
Das Buch ist liebevoll zusammen gestellt und schön illustriert. Man spürt allerdings in den Texten, dass sie von Autorinnen verfasst wurden, welche selbst dem evangelischen (christlichen) Glauben angehören, nicht weil sie diesen herausheben oder besser darstellen, sondern vielmehr die Religionen einfach aus christlicher Sicht erklären.
   
Auch der Ravensburger Buchverlag widmet in seiner Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" mit "Unsere Religionen" von Angela Weinhold ein Buch den verschiedenen Glaubensrichtungen. ISBN.: 978-3-473-33255-7
Wie auch die anderen Bücher dieser Sachbuchreihe, richtet sich das Buch an Kinder ab einem Alter von 4 Jahren. Es legt Wert auf kindgerechte Sprache und die Vermittlung jener Inhalte, die für ein Kind erfahr- und verstehbar sind. In erster Linie geht es darum die Antworten der Religionen auf Sinnfragen wie "Wo waren wir vor unserer Geburt?" und "Was wird nach dem Tod aus uns?" zu geben und die Gottesdienste und Feste der großen Weltreligionen zu beschreiben.
Wie immer handelt es sich um ein "begreifbares" Buch, welches mit Klapptürchen und vielen Illustrationen aufwartet und somit nicht Gefahr läuft zu einem reinen Vorlese-Buch zu verkommen.

> nach oben <

 

 

Linktipps

???
 
Noch zu ergänzen!

> nach oben <


 
zur Startseite KHAIRE
 
Fenster
schließen