| Im Gebet sprechen wir direkt zu den Göttern, daher ist es sinnvoll diese Form des Götterkontakts auch unseren Kindern nahe zu bringen. Während wir als Erwachsene beim Beten aufrecht stehen und unsere Arme zum Himmel hin ausgebreitet haben, gerade so als wollten wir die Götter wie alte Freunde aufs herzlichste Begrüßen, kann dies insbesondere für kleine Kinder anstrengend sein. Es ist daher sinnvoll nichts zu erzwingen. Unser Sohn fand von selber Gefallen daran auch seine Arme auszubreiten, allerdings sitzt er meist dabei anstatt zu stehen. Für ihn ist es selbstverständlich auf diese Weise zu beten, es käme ihm gar nicht in den Sinn die Hände zu falten. Wir selbst sprechen Gebete und Hymnen zu verschiedenen Anläßen: |
Gebet
am Morgen (an Helios) Gebet am Abend (an Helios und Selene) Kranzgebet für Kinder freies Beten? |
Nach
der Morgentoilette aber noch vor dem Frühstück, entzünden wir am
Schrein ein Räucherstäbchen. In geschlossenen Räumen sollte dabei
das Fenster geöffnet sein, damit ein wenig vom Rauch,
der
ja die Opfergabe
zum Gebet
darstellt,
auch nach draußen ziehen kann. |
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„Khaire
Helie, ich (wir) grüße(n) dich an diesem Morgen, der du strahlend über den Himmels eilst und uns in deinem glänzenden Wagen einen neuen Lebenstag bringst. Unermüdlich ziehst du deine Runden, alles schauender und hörender Zeuge unserer Taten. Ich (wir) singe(n) deine Namen und preise(n) deine Gegenwart. Segne uns und diesen Tag, oh Helie!“ |
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Wir beschließen das Gebet mit einem Handkuss. Diese Geste machen auch Kinder gerne mit, selbst wenn ihnen während des Gebets die Arme schwer geworden sind. Das Räucherstäbchen darf zu Ende abbrennen, während wir frühstücken. |
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Gebet
am Abend
(an Helios und Selene)
Vor dem Zubettgehen
oder in etwa zur Zeit des Sonnenuntergangs wird es Zeit für unser
abendliches Gebet. Störende Hintergrundgeräusche wie laufende Musik
oder ähnliches sollten zuerst abgestellt werden. Angesichts des
schwindenden Lichts entzünden wir am Schrein eine Kerze und
eventuell
auch ein
Räucherstäbchen. |
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„Khaire
Helie,
ich (wir) grüße(n) dich an diesem Abend, bevor du rot schimmernd hinter dem Horizont verschwindest und mit deinem glänzenden Wagen weiter ziehst. Und ich (wir) grüße(n) deine sanfte Schwester Selene, die Veränderliche, die nun ihren einsamen Ritt antritt und silbern glänzend den Nachthimmel erhellt. Ich (wir) singe(n) eure Namen und preisen eure Gegenwart. Segnet uns mit sanftem Schlaf und weckt uns morgen zu neuen Taten, oh Unsterbliche!“ |
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Wir beschließen das Gebet mit einem Handkuss. Diese Geste machen auch Kinder gerne mit, selbst wenn ihnen die übliche Gesprächshaltung mit ausgebreiteten Armen zu anstrengend sein sollte. Zum Schluss darf das Kind/eines der Kinder noch die Kerze ausblasen. |
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Kranzgebet
für Kinder
(an eine beliebige Gottheit)
Ein teilweise geregeltes, aber trotzdem relativ freies Gebet, können auch Kinder mit Hilfe einer Gebetskette sprechen. Die Kette selbst ist auch mit Kindern wie ein Armband ganz einfach
anzufertigen. Man benötigt dazu festes Garn oder eine
Lederschnur,
eine
größere
Perle
und mehrere etwas kleinere Perlen. Farbe, Anzahl und Form der Perlen
kann ganz nach Belieben variiert werden. |
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Anzahl kleiner Perlen. Nun fädelt man das Garn wieder zurück durch die große Perle, zieht eine weitere kleine Perle dazu auf und verknotet das offene Ende des Garns, sodass man eine Gebetskette wie in obiger Abbildung erhält. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Perlen nicht zu klein sind und ausreichend Zwischenraum haben, damit das Kind sie leicht greifen und schieben kann. Idealerweise kann die Gebetskette mit der großen Perle enger gezogen und somit zum Beispiel am Handgelenk getragen werden. Es gibt keine festen Richtlinien, wie man nun mit der Kette betet, aber ich empfehle eine fixe Struktur, in welcher Raum für freie Texte bleibt. Das Kind beginnt bei einer kleinen Einzelperle (1) indem es sie zwischen die Finger nimmt und die jeweilige Gottheit grüßt zum Beispiel mit einem schlichten "Khaire Zeu" oder "Ich grüße dich, göttliche Artemis". Nun greift es weiter zur größeren Perle (2) und sagt "Höre mein Gebet!". Die nächsten Perlen (3) stehen nun jeweils für die frei gesprochenen Sätze, in welchem das betende Kind für all jenes danken kann oder um das bitten kann, was ihm am Herzen liegt. Nach der letzten kleinen Perle kommt wieder die größere (2) an die Reihe mit "Höre mein Gebet,..." sowie zuletzt die zweite Einzelperlen (4) vielleicht mit den Worten "und schenke mir deine Gunst" oder einer Bekräftigung. |