Basteltipps

Welches Kind bastelt oder malt nicht gerne einmal. Auch hier kann man immer wieder religiöse Themen und Motive einbringen. Sei es dass man versucht mythologische Gestalten oder Erzählungen künstlerisch umzusetzen oder auch einfach die passende Dekoration für ein hellenistisches Fest gestaltet. Die meisten Kinder werden Vergnügen an solchen Arbeiten haben und auf das Ergebnis stolz sein.
Hierbei handelt es sich um eine Sammlung, die beständig anwächst. Sollte jemand noch den einen oder anderen Basteltipp für uns haben, so würde ich mich jederzeit über ein E-Mail freuen.

Bislang liegen folgende Basteltipps nach Kategorien geordnet vor:


Mythologisches:

Dekoration und Altarzubehör:

Thargelia:

Heliou Genethlion:

Geschenkideen:

(Kategorie derzeit noch leer)

Schablonen und Vorlagen:

Götterfiguren (zum Ausmalen)
zwölfstrahlige Sonnenschablone

 

 

Mythologisches

Diorama
 
Ein Diorama (gr. „ich sehe hindurch“, bzw. „ich durchschaue“) ist einfach ein Schaukasten in dem eine Szene dargestellt wird. Die bei uns so beliebten Fasten- und Weihnachtskrippen, sind sozusagen auch religiöse Dioramen, welche Szenen aus dem Leben Jesu darstellen. Als Motive für unsere Dioramen wählen wir natürlich Szenen aus unserer eigenen Mythologie. Die Möglichkeiten Schaukästen und -kistchen zu erstellen sind schier unzählig. Von möglichst naturnahen Schnitzereien über Pappfiguren bis hin zu Playmobilfiguren, können alle möglichen verschiedenen Darsteller unsere Mythendioramen bevölkern. Diese können nur für eine gewisse Zeit in einem Bücherregal unserer Kinder aufgestellt werden, bevor die Lego-Männchen vielleicht wieder in die Spielzeugkiste zurück kehren oder als „kleine Welten“ im Schuhkarton dauerhaft aufbewahrt und immer wieder hervor geholt werden. In diesem Basteltipp möchte ich euch zeigen, wie man
ein einfaches Schuhkarton-Diorama anfertigt. Als Motiv habe ich in diesem Fall keine bestimmte Szene gewählt, sondern ein „Bild des Olymp“.

Material:
1 Schuhkarton
Wellpappe (z.B. alte Kartons)
Stabile, durchsichtige Folie
Tapetenkleister
Zeitungspapier, Seidenpapier
Weißes Papier
Plakafarben und evt. Buntstifte
Ausgedruckte Figurenvorlagen
Steine, Äste, Moos
 
diorama

Das hier gezeigte Diorama besitzt einen Klappdeckel, in den ich vorne ein großes Fenster zum Reinschauen und oben eine Öffnung für das Licht geschnitten habe. Man kann aber auch einen normalen Schuhkarton ohne Deckel nehmen, den man aufstellt und oben eine Lichtöffnung hinein schneidet. Oder man lässt die Oberseite ganz offen, damit man auch einen guten Blick auf die Szene hat, selbst wenn man nicht genau davor steht.

Diorama: Arbeitsschritte 1-5

Diorama: Arbeitsschritte 6-10

Bevor man sich an die Figuren macht, sollte man sich die geplante Ausgestaltung grob skizzieren und den Hintergrund gestalten. Besonders gut eignet sich ein heller Hintergrund (1). Für Außenszenen empfehle ich eine hellblaue Grundierung auf die mit einem Schwamm weiße Wolken als Himmel (2) gestupft werden (die Decke nicht vergessen!). Auch Bäume im Hintergrund können gut mit dieser Stupftechnik, die übrigens auch schon relativ kleine Kinder durchführen können, gestaltet werden. Aus kleinen Schachteln baut man grobe Geländestufen, die man gegebenenfalls mittels Pappmache etwas realistischer und fließender ausformt (3). Den Boden am Besten mit Plakafarbe grundieren und eventuell mit Seidenpapierschnipseln in der passenden Farbe wie bei Pappmache bekleben (4+5).

Die gewünschten Figurenvorlagen (öffnen und mittels rechtem Mausklick auf den eigenen Rechner laden) ausdrucken und am besten mit Sprühkleber auf Pappe aufziehen. Diese können dann mit Buntstiften von Kindern bemalt und anschließend ausgeschnitten werden (6). Für jede Figur zur Fixierung einen Klebefuss aus Pappe an der Rückseite befestigen (7), mit welchem diese dann an der richtigen Stelle in den Schaukasten geklebt werden (8+9). Schwebende und fliegende Figuren am besten mit einem Nylonfaden von der Decke des Kastens abhängen. Idealerweise sollten die Figuren parallel zum Zuschauer in verschiedenen Ebenen im Diorama platziert werden, damit eine entsprechende Tiefenwirkung der Szene entsteht, wenn man von vorne hinein schaut.
Die restliche Szene kann nun mit Steinen, Ästen und beliebigen Materialien zusätzlich ausgestaltet werden (10). Für eine comicartige Variante des Dioramas, kann man noch Sprechblasen aus Pappkarton mit entsprechendem Text an den Puppen ankleben.

Zuletzt klebt man die Folie von innen als „Fensterscheiben“ gegen die Öffnungen und bemalt die Außenseite des Kartons in einer beliebigen Farbe. Man kann auch einen passenden Text oder eine Beschreibung der Szene auf die Rückwand des Dioramas schreiben oder kleben.

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Dekorationen und Altarzubehör

Blumenkranz aus Seidenpapier
 
Dem Blumenkranz als Kopfbedeckung kommt im Hellenismos eine besondere Bedeutung zu. Mit ein wenig Geschick und Geduld lassen sich aus gesammelten Blumen und Blättern die verschiedensten Kränze selbst herstellen. Mit Kindern ist es manchmal günstiger eine etwas robustere Variante zu wählen, die am nächsten Tag nicht sofort verdorrt und welk ist. Und vielleicht gefällt es den Kindern ja selbst aus Seidenpapier Blüten zu rollen und zu einem Kranz zu binden.


Material: (Abb.1)
Seidenpapier in weiß (oder anderen Farben)
grünes Papier
stabiler Draht für den Kranz
Bindedraht
ca. 50cm Seidenband

Für eine Blüte benötigt man einen Kreis aus weißem oder buntem Seidenpapier. Die Größe kann nach Wunsch gewählt werden. Wir haben uns hier für einen Durchmesser von etwa 10 Zentimeter entschieden. Am besten man nimmt einen Streifen mit der entsprechenden Breite und faltet ihn ziehharmonikaartig jeweils quadratisch um. Mit einer Kreisschablone oder auch mit freiem Auge schneidet man nun daraus einen Kreis (bzw. mehr-

 
blumenkranz aus seidenpapier

ere Kreise auf einmal) aus. Für die Blüte faltet man den Kreis mehrmals halb zusammen (Abb.2), bis man nur mehr ein Kreissegment vor sich liegen hat. Von diesem schneidet man nun etwa das untere Drittel ab (Abb.3). Wieder auseinander gefaltet sollte man nun einen Ring haben (Abb.4). Diesen schneidet man nun an irgendeiner Stelle auf (Abb.5). Nun rollte man den entstandenen Streifen „tütenartig“ locker auf (Abb.6) und fixiert die so entstandene Blüte mit ein wenig Bindedraht. Für eine fülligere Blüte kann man auch einen zweiten solchen Seidenpapierstreifen vielleicht in einer anderen Farbe herum wickeln. Der Draht sollte 5-8 Zentimeter noch von der Blüte abstehen, dann kann man sie später gleich mit diesem Drahtstück festbinden.
Aus grünem Papier kann man dazu passend Blattformen ausschneiden (evt. wieder mehrere auf einmal aus einem „Ziehharmonika-Streifen“) (Abb.7). Rollt man diese einmal nicht zu fest über einem Bleistift ein und wieder aus, so erhalten sie auch eine natürlich wirkende Wölbung (Abb.8).
Für einen fülligen Kranz sollte man in etwa 25-30 Blüten und gleich viele Blätter vorbereiten. Bei weniger Blüten sollte man entsprechend mehr Blätter verwenden, oder man macht gar nur einen „Lorbeerkranz“, ganz ohne Blüten.
Nun schneidet man vom festeren Draht ein Stück ab, welches etwas länger, als der Kopfumfang des Kindes ist. Am besten man biegt diesen Draht gleich schon zu einer Kreisform und umwickelt ihn einmal mit grünem Seidenpapier, damit die später mit Draht befestigten Blüten besser halten. Nun nimmt man ein Blatt zur Hand, formt daraus ein Schiffchen, in das man eine Blüte einbindet (Abb.9). Man beginnt den Kranz dann indem man von der Mitte aus diese „Blüten-Schiffchen“ am Draht befestigt (Abb.10), bis man den „Trägerdraht“ nicht mehr sieht und auch die Bindestellen von Papierblättern und –blüten bedeckt sind. Nun legt man den Kranz am Kopf des Kindes an und verdreht die offenen Drahtenden miteinander, sodass der Kranz bequem aber nicht zu locker sitzt. Er sollte auch wieder leicht ab zu nehmen sein und keinesfalls dürfen irgendwelche offenen Drahtenden auf den Kopf drücken. Das verzwirbelte Stück kann dann noch mit einer Schleife aus dem Seidenband verdeckt werden, dann weiß man auch immer, wo beim Kranz „Hinten“ ist.

Blumenkranz: Arbeitsschritte 1-5

Blumenkranz: Arbeitsschritte 6-10

Ein solcher Kranz ist angenehm leicht zu tragen, kann mehrmals verwendet werden und sieht auch an der Wand aufgehängt durchaus hübsch aus. Man sollte aber vermeiden mit dem Kranz in einen Regenschauer zu kommen, da die Farbe des Seidenpapiers von Wasser schnell mal ausgewaschen werden kann. Es lohnt sich auch mit den Materialien zu experimentieren. Aus Goldfolie lässt sich zum Beispiel ein nur aus Blättern bestehender „Siegerkranz“ für den Gewinner eines Wettbewerbs anfertigen. Vielleicht kann man auch alte Zeitschriften zu einem Blütenkranz verbasteln, anstatt sie einfach weg zu werfen. Noch etwas mehr Haltbarkeit erhält man, wenn man anstelle von Seidenpapier leichte Baumwollstoffe verwendet. Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

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Thargelia

Pharmakos
 

Pharmakos bedeut schlicht "Heilmittel". In den Thargelia (6. und 7. Tag des Monats Thargelion) wird der Pharmakos bei einem Umgang mit allem Übel der Gemeinschaft belastet und im Anschluß daran von dieser "ausgeschlossen", also z.B. außerhalb der Gemeindegrenzen ausgesetzt. Indem er also die Gemeinschaft von diesem Übel befreit hat er sozusagen heilende Wirkung. Außerdem wird dadurch auch die kommende Ernte vor Schaden bewahrt.

Alljährlich muss daher ein neuer Pharmakos gesucht bzw. hergestellt werden. Es gibt keine Vorgaben wie dieser auszusehen hat, aber es ist wohl sinnvoll ihm in irgendeiner Form ein figürliches ja menschliches Aus-

 
pharmakos2006
sehen zu verleihen. 2006 haben wir uns für den rechts abgebildeten einfachen Pharmakos aus einem langen gegableten Ast entschieden. Der Ast wurde entsprechend zugeschnitten, von seiner Rinde befreit und erhielt mit dem Schnitzwerkzeug grobe Gesichtszüge. Die Gesichtszüge haben wir mit ein wenig Plakafarben noch hervor gehoben.

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Heliou Genethlion

Fensterbild Sonne
 

 
An Heliou Genethlion habe ich mit unserem Sohn folgende Sonnen als Fensterbild. Man benötigt dazu Tonpapier oder farbigen Karton (vorzugsweise in einem warmen Gelb- oder Goldton), Transparentpapier, Seidenpapier in verschiedenen Farben sowie Bleistift, Schere und einen Klebestift.
Grundsätzlich kann man jedes Motiv, das einem einfällt mit dieser Methode umsetzen, aber wer möchte kann sich auch einfach hier unsere Sonne als Schablone herunter laden (Klick auf die kleine Darstellung öffnet ein neues Fenster mit der Originalgrafik. Diese kann man dann per rechtem Mausklick über das Pop-up-Menü einfach auf den eigenen Rechner speichern. Von den
Maßen her, sollte sich die Sonne einfach auf DinA4 ausdrucken lassen). Nun überträgt man das komplette Motiv auf das Tonpapier und die äußeren Umrisse auf das Transparentpapier. Beide Sonnen ausschneiden und beim Tonpapier auch noch das Innenteil heraus schneiden. Nun können auch schon kleinere Kinder behilflich sein, indem sie Schnipsel aus den verschiedenen Seidenpapieren reißen. Immer ein Stück des Transparent-papiersternes mit Kleber einstreichen und mit den Seidenpapierschnipseln bekleben. Gut trocknen lassen und mit der Transparentpapierseite auf die Tonkartonsonne kleben. Nun braucht man die Sonne nur noch mit Klebestreifen am Fenster zu befestigen.
 

Schablone

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