Hellenismos ist die Interpretation der antiken polytheistischen Religion für unsere Zeit. Die meisten Hellenisten gründen ihr kosmologisches und theologisches Verständnis in rekonstruktionistischer Weise auf die Werke antiker Autoren und die Ergebnisse der modernen Altertumsforschung, welche viele Ansätze für Details der rituellen Praxis anzubieten hat. Durch die Lektüre von primären und sekundären Quellen gelangen Hellenisten über lang oder kurz irgendwann wie von selbst zur Betrachtungsweise im griechischen Geiste, woraufhin es auch nicht mehr schwer ist, etwaige Lücken und Bedürfnisse der Glaubensausübung durch eigene Neuerungen und Anpassungen zu füllen. Solche Neuerungen werden allerdings in keinem Fall als historische Fakten hingestellt. Der Hellenist
begegnet den Göttern als eigenständigen
Persönlichkeiten, welche sich vor allem durch ihre Unsterblichkeit
kennzeichnen. Weder werden diese als allmächtig oder omnipräsent
betrachtet noch als moralisierende Instanzen. Das Oberhaupt der olympischen
Götterfamilie ist der große Zeus, der als Himmelsherrscher
verehrt wird. Neben ihm genießen vor allem die restlichen 11
Olympier des Dodekatheon besondere Verehrung (das sind: Hera, Apollon,
Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hestia, Demeter, Poseidon,
Hephaistos). Darüber hinaus werden mitunter auch noch etliche
andere „kleinere“ Gottheiten, Halbgötter und Helden
verehrt. |
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(Englisch Version) |
(by Sassa) |